Mittwoch, 07. Januar 2026, 19 Uhr im SerrahnEins:
Vortrag von Mitgliedern des Kollektivs und einer Reisedelegation in den Cauca über ihre Eindrücke und den solidarischen Handel
Ein Konflikt mit kolonialen Ursachen. Im kolumbianischen Departamento Cauca muss sich die Bewegung der indigenen Autonomie gegen die brutale Gewalt von Drogenkartellen, rechtsradikalen Paramilitärs und bewaffneten Kriminellen wehren.
Solidarischer Kaffee für die indigene Selbstbestimmung
Aktuell rücken die existenziellen Bedrohungen der indigenen Völker in Lateinamerika und ihre Kämpfe in den Blick der internationalen Aufmerksamkeit. Am Beispiel der indigenen Autonomie im kolumbianischen Westen zeigen wir Möglichkeiten für deren Selbstbehauptung und unserer Solidarität als Konsumenten auf.
Das Kaffeekollektiv Aroma Zapatista aus Hamburg-Wilhelmsburg importiert und vermarktet den Kaffee aus der indigenen Bewegung im kolumbianischen Departamento Cauca. Organisiert im Indigenen Regionalrat des Cauca CRIC haben diese kleinbäuerlichen Gemeinden in den letzten Jahrzehnten umfassende Selbstverwaltungs- und Landrechte sowie kulturelle Anerkennung erkämpft. In den mehr als einhundert indigenen Selbstverwaltungsgebieten organisieren die Menschen Teile ihrer Verwaltung, Bildung, Gesundheitsversorgung und Wirtschaft basisdemokratisch und nach eigenen Vorstellungen. Die Guardia Indígena, ein unbewaffneter Selbstverteidigungsprozess, schützt die Gemeinden. Das Land ist unveräußerlicher Kollektivbesitz. Auch die Frauen organisieren sich.
Doch die Gemeinden und ihre Autonomie sind bedroht: Bewaffnete Gruppen haben in den letzten Jahren Dutzende indigene Amtsträger*innen und Amtsträger und Guardias Indígenas ermordet und hunderte Jugendliche aus den Gemeinden zwangsrekrutiert.
Durch den direkten, solidarischen Handel mit der Kooperative CENCOIC möchte das Kaffeekollektiv die ökonomische Basis der Autonomie stärken und damit zum Kampf der Gemeinden gegen post-koloniale Strukturen in Kolumbien, weltweit und insbesondere im globalen Handel beitragen.
Mitglieder des Kollektivs und einer Reisedelegation in den Cauca werden in der Veranstaltung über die indigene Bewegung, die Bedrohung, von ihren Eindrücken und dem Solidarischen Handel berichten.
—————————————————
Der Kaffee kann übrigens auch an dem bei vielen Bergedorferinnen und Bergedorfern beliebten Kaffeewagen POPULAR DELUXE auf dem Bergedorfer Wochenmarkt erworben werden.
https://www.aroma-zapatista.de/kaffee-cric
https://www.aroma-zapatista.de/blog/text-zu-den-kolonialen-wurzeln-des-kaffees
https://cencoic.com.co/deptocafe/
Text: Martin · Kaffeekollektiv Aroma Zapatista | Klaus Noßeleit · unteilbar bergedorf | Foto: CENCOIC
Veranstalter: SerrahnEINS e.V. Bergedorf | WELTLADEN Bergedorf | Kaffeekollektiv Aroma Zapatista
