Grußwort der Bezirksamtsleiterin Bergedorf Cornelia Schmidt-Hoffmann:
Erinnerungsarbeit lebt davon, dass sie nicht abreißt. Die AG Gedenken sorgt seit Jahren dafür, dass die Geschichte des Nationalsozialismus in Bergedorf präsent bleibt. Veranstaltungen, Ausstellungen und Gesprächen richten sich an ein breites Publikum und finden immer wieder neue Zugänge zu einem Thema, das nie an Bedeutung verliert. Das vorliegende Programmheft zeigt einmal mehr, wie vielfältig dieses Engagement ist.
Ein Höhepunkt des diesjährigen Programms ist die Ausstellung „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Sie erzählt die Lebens-geschichten von Frauen, die sich unter Lebensgefahr gegen das NS-Regime gestellt haben. Frauen aus unterschiedlichen sozialen und weltanschaulichen Hintergründen, von denen viele bis heute kaum bekannt sind. Erst 2019 hat der Deutsche Bundestag ihren Mut und ihre Leistungen ausdrücklich anerkannt; die Ausstellung macht sichtbar, was lange übersehen wurde.
Daneben hält das Programm der AG Gedenken auch in diesem Jahr wieder Raum für Erinnerung, Austausch und Auseinandersetzung offen, ganz im Sinne einer Erinnerungskultur, die vor Ort gelebt wird.
Ich danke allen, die sich in der AG Gedenken ehrenamtlich engagieren, für ihre Beharrlichkeit und ihren Einsatz, und wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Wochen des Gedenkens anregende Begegnungen bei den vielfältigen Veranstaltungen.
