Solidarisches Durchqueren des Luftraums über der JVA Billwerder vor Gericht

Donnerstag, den 10.09.226, 13:00 Uhr im Sitzungssaal 112, Amtsgericht Ernst-Mantius-Strasse 8 in Hamburg-Bergedorf

Die Jagd auf und die Prozesse gegen Antifaschist*innen aus dem so genannten „Budapest Komplex“, bzw.  „Antifa Ost“ Verfahren hat viele Genoss*innen hinter Gitter gebracht.

So auch die Hamburgerin Clara, die zu dieser Zeit in Untersuchungshaft in der JVA Billwerder gefangen war. Zu ihrer Unterstützung fanden monatliche Kundgebungen mit Redebeiträgen und Musik statt. Begleitend zu einer dieser Kundgebungen haben solidarische Menschen eine Antifa Fahne an Luftballons über die Gefängnismauern schweben lassen. Luftballons und Fahne sorgten für hektische Aktivität seitens der zuständigen Wache, die einen absurden Einsatz fuhr. So umzingelten am Ende 14 Beamte (!), die vermeintlichen – ja was eigentlich?, Luftballon Attentäter?, und fuhren gleich mit acht Wagen vor und hatten laut Aufschrift auf ihren Westen gleich zwei Einsatzleiter*innen in ihren Reihen. Die Beamten wollten mit den Aktivist*innen das volle Programm (Fotos, Fingerabdrücke etc.), durchziehen und konnten erst durch das Eingreifen einer Anwältin gebremst werden.

Das solidarische Durchqueren des Luftraumes mit einer Fahne und Luftballons über dem Gefängnis Billwerder kam nun tatsächlich am Donnerstag, den 10.09. um 13:00 Uhr im Sitzungssaal 112, 1. Stock, im Gericht in der Ernst-Mantius-Strasse 8 in Hamburg-Bergedorf zur Verhandlung.

Auch wenn das alles sehr erheiternd ist, so sehen wir auch das als Teil des aktuellen staatlichen Angriffs auf antifaschistische Strukturen.

Free all Antifas! Luftballons steigen lassen ist kein Verbrechen!

Artikel der TAZ am 10.09.2026 über das Verfahren