Offener Brief von Solidarische Stadt Hamburg: Abschiebung von Joel verhindern!

Wir stellen uns hinter Joel!

Liebe alle,

Rechtsextremisten von der AfD wollen Millionen Menschen, die ihnen nicht deutsch genug sind, nach Afrika deportieren. Dies ist ja nicht “nur”  ein menschenverachtender Plan, sondern wäre auch eine Katastrophe für die gesamte deutsche Gesellschaft. Es wird den rechten Menschenfeinden hoffentlich nicht gelingen, solange sich Hunderttausende auf den Straßen ihnen entgegenstellen. 

Was den Rassist*innen jedoch bereits gelungen ist, ist eine dramatische Verschiebung des migrationspolitischen Meinungsspektrums nach rechts. Politiker*innen fast aller im Bundestag vertretenen Parteien haben die Legende übernommen, dass die Zahl der Schutzsuchenden die deutsche Gesellschaft überfordert und bedroht. 

Unter dem Druck von Rechtsaußen lassen sich nicht nur die Unionsparteien, sondern auch Parteien der Ampelkoalition zu rechtspopulistischer Rhetorik und Politik verleiten, wenn es um die Fluchtmigration geht. 

Wenn auch demokratische Politiker*innen Schutzsuchende nach Ruanda abschieben wollen, wenn Kanzler Scholz und Innenministerin Faeser ankündigen, Menschen in die Machtbereiche despotischer Folterregime wie Afghanistan und Syrien abzuschieben, dann brechen wirklich menschen- und völkerrechtliche Dämme.

Was ein solches Zurückweichen vor nationalistischer und rassistischer Hetze anrichten kann, können wir jetzt auf der Elbinsel Wilhelmsburg besichtigen. Dort will die Ausländerbehörde einen hervorragend integrierten Schüler abschieben, der mit 14 Jahren aus Ghana zu seinem Vater gezogen ist und nun mit 18 Jahren erfolgreich auf das Abitur hinarbeitet. 

Das muss durch einen Beschluss der Härtefall-Kommission verhindert werden!

Lest den Artikel der taz: https://taz.de/Hamburger-Schueler/!6018139/

und unterschreibt die Petition der Schülerschaft und des Kollegiums der Nelson-Mandela-Schule Kirchdorf!

https://innn.it/joel-bleibt-hier

Danke für Eure Unterstützung