April April ?

Nein, das ist kein Aprilscherz!

Die SPD/GRÜNE/FDP Bezirkspolitiker sehen den Schlickberg als eine geeignete Lösung für Radsportler. Dass die heute sogenannte „Baggergutmonodeponie“ noch mindestens 9 Jahre betrieben wird und in dieser Zeit mehr als 1 Mio. m³ belasteter Hafenschlick per LKW abgelagert werden soll, kann doch für unsere Bergedorfer Parteipolitiker kein Hindernis darstellen. Hier sehen sie eine Möglichkeit für attraktive Freizeitnutzung. Selbst der Umstand, dass der Hamburger Senat ihnen gerade mitgeteilt hat, dass die Verklappung von Hafenschlick per LKW für mindestens 40 Jahre weitergehen soll, hält unsere Bezirkspolitiker nicht ab. Auf der Fläche Feldhofe, mit 106 ha fast so groß wie der geplante Stadtteil Oberbillwerder, sollen statt der bisher geplanten 7 Mio. über 16 Mio. m³ Hafenschlick auf mindestens 56 Meter Höhe gestapelt werden. Das wäre der mit Abstand höchste Berg Bergedorfs.

Aber das kann doch keinen Bezirkspolitiker abhalten, über ein attraktives Freizeitgelände Feldhofe zu fabulieren! Da passt dann auch der Vorschlag der CDU gut ins Bild, hier eine Aussichtsplattform zu errichten. Es fehlt eigentlich nur noch die Forderung der Grünen nach einer Bürgerbeteiligung. Wie wäre es mit der längsten Schlickrutsche Norddeutschlands? Warum müssen die deutschen Schlickmeisterschaften in Cuxhafen stattfinden? Wie wäre es mit einer Kletterwand an den nachbarschaftlichen Hochregallagern? McDonalds jedenfalls gibt es schon in fußläufiger Entfernung. Also: Es gibt genügend Platz für innovative, nachhaltige, klimaneutrale und generationsübergreifende Projektideen.

Pfiffig ist die Idee der Bezirkspolitiker, dass das ganze Projekt vom Betreiber der „Baggergutmonodeponie“ bezahlt werden soll. Mal sehen, was der zuständige Senator dazu sagt. Manchmal sind Bezirkspolitiker doch richtige Füchse.



Man könnte sprichworteln: Wo ein Wille ist, ist auch ein Mountainbike-Trail.

Bei aller Euphorie gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Was verbirgt sich hinter dem Begriff „belastetes Baggergut“ und warum ist ein „Oberflächenabdichtungssystem“ geplant? Wie wird verhindert, dass zu viel LKW-Verkehr auf der Freizeitfläche stattfindet? Warum müssen diverse Raupen den Hafenschlick verteilen?

Aber wir wollen nicht nörgeln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.